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Dashboards ja. Fundament? Nein danke.

Wenn die Datenarchitektur auf Sand steht

Das Burj Khalifa in Dubai: Mit 828 Metern das höchste Gebäude der Welt. 163 Etagen, 330.000 Kubikmeter Beton, Stahl und Glas. Doch während die meisten fasziniert nach oben blicken, übersehen sie einen technischen Geniestreich, der mindestens ebenso beeindruckend ist: Ein massiver Unterbau aus rund 200 Betonsäulen, der bis zu 70 Meter unter dem Meeresspiegel reicht. Ohne ihn wäre das Burj Khalifa längst kollabiert. Aber wen interessiert schon das Darunter, wenn das Gebäude darüber so sehr fasziniert? 

Bei Business Intelligence-Vorhaben sehe ich immer wieder ein ähnliches Muster: Alle wollen in die 163. Etage. Aber nur wenige denken an das Fundament. Stattdessen startet man direkt mit Visualisierungstools und bastelt schnelle Lösungen. Die Reports und Dashboards wirken solide, die Fassade glänzt. Aber der Blick in den Untergrund zeigt: Die Datenstrategie steht auf Sand. Und dass dieser Sand nicht trägt, zeigt sich beispielsweise dann, wenn ein Unternehmen übernommen wird und zwei Systeme zusammenwachsen sollen, wenn neue Compliance-Anforderungen erfüllt werden müssen, wenn das Geschäft von Produkt- auf Kundensteuerung umgestellt wird. 
In vielen Unternehmen passiert genau das Gegenteil. Viele Unternehmen haben sich Business Intelligence-Systeme gebaut, die zur damaligen Zeit einwandfrei funktioniert haben – und sind dann stehengeblieben. Über Modernisierungen wird erst nachgedacht, wenn Markt, Wettbewerb oder Management Druck erzeugen. Doch dann ist es oft bereits zu spät.

Wer es mit der Business Intelligence ernst meint, beginnt nicht beim Dashboard, sondern mit dem Fundament. Und dieses Fundament beginnt mit der Datenstrategie: Was wollen wir erreichen? Welche Geschäftsziele treiben uns? Wie sieht unsere Datenlandschaft heute aus und wo wollen wir hin? 

Eine erfahrene Beratung baut dieses Fundament systematisch auf: Sie analysiert das Terrain – Anforderungen, Datenqualität, bestehende Systeme, Verantwortlichkeiten, Geschäftslogik. Dann plant sie die komplette BI-Architektur: Welche Technologien passen? Wie sieht die Systemkonzeption aus? Welche Integrationswege brauchen wir? Parallel dazu wird die BI-Organisation aufgesetzt: Data Governance mit klaren Rollen, Prozessoptimierung und Change Management für die Akzeptanz im Unternehmen. Darauf folgen Datenhaltung, saubere Modellierung, verlässliche Pipelines, Reporting-Strukturen, KPIs und Berechtigungen. 

Erst wenn dieses Fundament steht, kommen Dashboards, Visualisierungen und Automatisierungen – die sichtbare Fassade. 

Wer das Fundament ignoriert, baut vielleicht schnell und kostengünstig – erhält aber ein instabiles Gebäude. Wer dagegen konsequent und mit Plan vorgeht, bekommt ein System, das Lasten trägt, Höhen zulässt und auch in fünf Jahren noch stabil steht. Genau dabei unterstützt Sie ATVISIO. 

Das Management eines mittelständischen Lebensmittelproduzenten wurde von einem typischen Problem aufgeschreckt: Produktion, Vertrieb und Controlling meldeten drei unterschiedliche Ergebnisse bei der Abfrage der offenen Aufträge. Und jede Abteilung war überzeugt, recht zu haben.  

Die alarmierte Geschäftsführung forschte nach und stieß auf grundlegende Schwächen: Uneinheitliche Stammdaten über drei Systeme hinweg, Rabattmechaniken in Excel, die nie ins System übertragen wurden. Und ein hübsches, aber untaugliches Dashboard, das nur die Oberfläche poliert. 

Wir begannen dort, wo bisher niemand hingesehen hatte: Zunächst klärten wir gemeinsam mit Vertrieb, Produktion, IT und Controlling, was „offene Aufträge“ und andere fundamentale Begriffe im Unternehmen bedeuten. Anschließend legten wir die Datenflüsse zwischen ERP, Produktionssystemen und Excel-Schattenlösungen offen, identifizierten Dubletten und Brüche, bauten die Auftragslogik neu auf. Wir vereinheitlichten Stammdaten, überführten die Rabattstruktur aus Excel ins System. Schritt für Schritt entstand so ein stabiles Datenmodell mit belastbaren Integrationen. Die Grundlage für ein abteilungsübergreifendes Reporting, das einheitliche, verlässliche Zahlen liefert.  

Ein BI-System ist nur so stark wie sein Fundament. Wer direkt mit Dashboards, Self-Service-Tools und KI startet, riskiert widersprüchliche Zahlen, ineffiziente Prozesse und verlorene Zeit. Wer dagegen sorgfältig seine Anforderungen klärt, Datenflüsse stabilisiert und ein belastbares Modell aufbaut, schafft ein System, das verlässlich, skalierbar und zukunftssicher ist. Ein Fundament, das jede neue Etage trägt. 

Steht Ihr BI-System auf solidem Fundament oder auf Sand? Ein Gespräch reicht oft, um das zu klären. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir.

Exzellente Performance wünscht Ihnen

Ihr

Peter Bluhm

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