Diese Einstellung geht mir auf die Nerven

Von der Verantwortung des Consultants

Was für ein gewaltiges Feedback! Meine Gedanken zur Verantwortung des Projektleiters in einem Business Intelligence-Projekt waren gerade verschickt und auch als Podcast zu hören, da stand unser Telefon nicht mehr still. Danach folgten viele E-Mails. Und schließlich wurden unsere Consultants in Ihren Projekten von Ihnen angesprochen: Wie das denn gemeint sei mit der Verantwortung des Beraters? Schließlich hätte ich gesagt: Verantwortlich für das Gelingen eines Business Intelligence-Projektes sei stets der unternehmensinterne Projektleiter – ein externer Berater könne ihn zwar unterstützen, aber keineswegs ersetzen.

Heißt das denn nun: Man engagiert zwar einen Experten – aber der ist auf jeden Fall fein raus, auch wenn das Projekt nicht so läuft wie geplant? Ganz nach dem Motto: Ich kann mir nichts vorwerfen. Schließlich habe ich meinen Teil nach bestem Wissen und Gewissen erledigt.

Schlussendlich wurden wir auch gefragt, wie das denn nun mit ATVISIO zusammenhänge? Denn man erlebe uns im Projekteinsatz doch ganz anders: engagiert, zielgerichtet, den Projekterfolg immer im Blick, immer auch die Verantwortung übernehmend.

Kurzum: Fragen, die beantwortet werden wollen und müssen.

Bevor Sie klare Antworten erhalten, möchte ich Ihnen ein wenig von meinen persönlichen Erfahrungen mit externen Beratern und Dienstleistern erzählen. Denn ja, wir bei ATVISIO arbeiten ebenfalls mit solchen zusammen. Natürlich nicht, wenn es um Business Intelligence geht – aber in unserem Unternehmen gibt es viele Dinge zu erledigen, die ein spezialisierter Dienstleister viel schneller und sogar besser umsetzen kann als wir selbst. Jedes Unternehmen sollte sich schließlich vor allem auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.

Und gerade, wenn wir externe Dienstleister einsetzen, gibt es leider auch Situationen, bei denen mir schlicht die Haare zu Berge stehen: Da wird trotz unterschiedlicher Aufgaben gedankenlos die immer gleiche Standardlösung aus der Schublade gezogen und als „maßgeschneidert“ verkauft. Sich hineindenken in die Geschäftsprozesse des Kunden? Fehlanzeige.

Ein anderes Beispiel: Bei einem Beraterwechsel soll der Kunde für die Einarbeitung des Nachfolgers zahlen. Mal ganz abgesehen davon, dass diese Einarbeitung oft nur unzureichend erfolgt. Viele Dienstleister haben tatsächlich die Vorstellung, dass der Kunde mit dem neuen Berater alle bereits gemachten Erfahrungen noch einmal machen und auch bezahlen soll.

Mein ernüchterndes Fazit: Das Interesse vieler Dienstleister, die eigene Leistung am messbaren Erfolg seines Kunden zu bewerten, ist oft nicht vorhanden. Stattdessen macht man einen „Job“ und der gilt als erledigt, sobald eine vereinbarte Leistung formell erbracht wurde – egal, ob der Kunde etwas damit anfangen kann oder nicht.

Viele von Ihnen haben mir genau von solchen Situationen berichtet. Und ich habe gespürt, wie sehr sie diese Beraterhaltung auf die sprichwörtliche Palme bringt. Ich sage Ihnen ganz offen und wer mich kennt, weiß das: Auch ich werde ziemlich sauer, wenn ich solche Situationen erlebe. Mein Kollege Alexander Küpper teilt diese Ansicht: „Man kann doch unmöglich daneben sitzen und zuschauen, wenn ein Projekt nicht optimal verläuft.“

Genau das ist die Einstellung, die wir uns bei ATVISIO auf die Fahne schreiben. Die Motivation, warum wir morgens aufstehen. Warum wir tun, was wir tun. Warum wir uns mit Leidenschaft für Ihr Projekt einsetzen und stets das Bestmögliche geben, um hervorragende Arbeit zu leisten.

So nehmen wir Verantwortung wahr

Erst wenn unsere Kunden erfolgreich sind, ist auch unsere Arbeit erfolgreich. Oder anders gesagt: Wir möchten ausschließlich danach beurteilt werden, was für unsere Kunden am Ende eines jeden einzelnen Projekttages herauskommt.

Doch wie lässt sich nun das absolut beste Ergebnis in einem Business Intelligence-Projekt erzielen? Lassen Sie es mich so sagen: Natürlich kann ein interner Projektleiter komplett das Ruder in die Hand nehmen und ganz ohne einen externen Berater arbeiten. Das hieße dann aber, auf dessen Know-how, Gespür und Erfahrung aus einer Vielfalt von unterschiedlichen Kunden und Projekten zu verzichten. Alle Erfahrungen komplett alleine zu machen und dadurch mit Sicherheit auch viel Zeit zu verschwenden und Lehrgeld zahlen zu müssen.

Anders herum kann es durchaus funktionieren, dem Berater die alleinige Verantwortung zu übertragen und sich voll und ganz auf dessen Kompetenz zu verlassen. Hier kommt es entscheidend auf das Mindset des Consultants an, ob und wie er dieser wichtigen Verantwortung gerecht wird und auch, welchen Rückhalt er im Unternehmen findet.

Seine absolut unschlagbare Kraft entfaltet ein Business Intelligence-Projekt aber vor allem dann, wenn der interne Projektleiter das volle Potential seines Beraters nutzt. Beide Seiten funktionieren dann als perfekte Sparringspartner, die sich gegenseitig und das gesamte Projektteam in Höchstform bringen. Entscheidend dabei: Beide Seiten sind sich über Ihren Teil der Verantwortung jederzeit voll bewusst.

Seien wir ehrlich: Sie wollen kein Projekt, das in der Mittelklasse mitläuft, weil nur ein Teil der Mannschaft die volle Leistung bringt. Sie wollen ein Business Intelligence-Projekt, das in der Champions League spielt und bei dem jeder im Team seine Stärken maximal entfesseln kann.

„Große Entwicklungen in Unternehmen kommen nie von einer Person. Sie sind das Produkt eines Teams.“ Das sagte schon Steve Jobs. Und er hat Recht.

Exzellente Performance wünscht Ihnen

Ihr Peter Bluhm




Autor:
Peter Bluhm
Geschäftsführer ATVISIO
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