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Bitte keine Experimente – schon gar nicht im Controlling

Aber wichtige Innovationen trotzdem verstehen

Habe ich richtig gelesen? Porsche-Betriebsratschef und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Uwe Hück teilt in gewohnt lautstarker Manier gegen den experimentierfreudigen Autobauer Tesla aus. Das Unternehmen sei kein Vorbild für die deutsche Automobilindustrie. Vielmehr ein Gespenst, das seine Versprechen hinsichtlich der E-Mobilität nicht halten könne. Er kenne keinen anständigen Kaufmann, der ein derartiges Unternehmen aufbauen würde, so Hück im Interview mit dem Online-Nachrichtenportal „Business Insider Deutschland“.

Was tut Hücks Unternehmen inzwischen? Porsche werde bei der E-Mobilität dies und das überlegen, sagt er. Man werde diskutieren, erstmal eine Infrastruktur schaffen. Immerhin gibt Hück zu, dass die deutschen Automobilhersteller die E-Mobilität verschlafen haben. Auch er scheint vom Fortschritt allerdings nur weiter träumen zu wollen. Und das zu einer Zeit, in der Tesla schon längst einen weiten Vorsprung herausgefahren hat. 60 Prozent der deutschen Autofahrer sehen das Unternehmen als führend in der E-Mobilität. Mein eigener Eindruck auf der letzten IAA in Frankfurt vor einigen Wochen: Der einzige deutsche Automobilhersteller, der sein Unternehmen auf die Entwicklung von tragfähigen Konzepten und Fahrzeugen zur E-Mobilität ausgerichtet hat, ist BMW. Bei allen anderen Anbietern: Aus meiner Sicht mehr oder weniger Fehlanzeige.

Das sind die größten Innovationsbremsen

Willkommen am Standort Deutschland, leider auch dem Land vieler Bedenkenträger: Probieren Sie einfach mal etwas aus, dann haben Sie vorher nicht lange genug gegrübelt. Ein Risiko eingehen heißt, gleich alles in Gefahr zu bringen. Einen Fehler zu machen, gilt als Todsünde. Keine zweite Chance für die, die als Unternehmer einmal gescheitert sind!

Eines weiß ich sicher: Innovationen kommen auf diese Weise nicht zustande. Nur wem es gelingt, durch Ausprobieren zu lernen, wird wirklich Neues schaffen. Auch unsere Fehlerkultur müssen wir in diesem Zusammenhang überdenken.

Viele unserer Kunden haben sich glücklicherweise anders entschieden: Sie schaffen sich Freiräume, nehmen ein Budget in die Hand und erkunden neue Wege, immer besser zu werden. Wir sind stolz darauf, sie dabei begleiten zu dürfen.

Wie Erfolgsgeschichten wirklich entstehen

Um sich solche Freiheiten zu ermöglichen, muss man sein eigentliches Business fest im Griff haben. Muss sein Controlling effektiv und effizient organisiert haben. Braucht verlässliche Daten und Informationen, um Innovationen zuverlässig bewerten zu können. Große Unternehmen tun sich da auf den ersten Blick leichter. Dementsprechend hoch ist ihre Innovationsdichte. Aber auch Mittelständler gehen hier oft besonders zielgerichtet vor und werden sich mit Ihrer Denkkultur im Wettbewerb der Zukunft vielleicht sogar noch besser durchsetzen können.

Mit „Mutmachern“ wie Uwe Hück funktioniert das nicht. Fragen Sie mal einen erfolgreichen Unternehmer, einen Entrepreneur oder einen Prominenten, ob sie ohne Umwege oder über Nacht an die Spitze gekommen sind. Sie werden staunen. Und dann Mut bekommen, selbst neue Wege zu gehen. Ignorieren Sie die Besserwisser, die bei jeder Kleinigkeit sagen: Hab ich doch gesagt, dass das an die Wand fährt. Suchen Sie sich Verbündete, die Sie mit Begeisterung auf ihrem Weg begleiten.

Exzellente Performance wünscht

Peter Bluhm



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